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 Wie ich zum Chor kam ...

Zwar bin ich musikinteressiert, aber leider habe ich nie die Möglichkeit gehabt, ein Instrument zu lernen. So beschränkte sich denn mein Musikinteresse auf das Hören von Musikkonserven - tja, bis Claudia mich ansprach, ob ich nicht einmal beim Gospelchor reinschauen und mitmachen wollte - im Chor würden dringend noch Männerstimmen gebraucht.

Ich hatte bis dahin - wenn überhaupt - nur unter der Dusche oder in der Badewanne vor mich hin geträllert. So habe ich diesen Vorschlag erstmal dankend abgelehnt. Der Beharrlichkeit von Claudia (sie hat gleich festgemacht, wer mich zur nächsten Probe abholt - es gab also kein Entrinnen) habe ich es zu verdanken, dass ich heute, drei Jahre später, immer noch dabei bin und das Singen für mich zum schönsten Hobby geworden ist.

Als ich dann also zum ersten Probenabend mitfuhr und die Tür zum Gemeindehaus öffnete, hörte ich erstmal seltsame Laute und - als ich die Truppe sah - dachte ich, ich bin bei einem Gymnastik-Kurs. Nein, das seien die Einsingübungen, erklärte mir jemand. Dann wurde ich gleich bei den Männerstimmen - dem Bass - eingereiht. Die Proben für das Konzert im November liefen schon (damals war Berthold unser Chorleiter). Anfangs mußte ich mich erst mal orientieren: die neuen Leute, Singen nach Noten etc. Aber ich wurde nach und nach sicherer und die Stimme selbstbewußter - obwohl man immer wieder "Rückschläge" einstecken muß. Das Notenlesen geht mittlerweile auch schon einigermassen.

Wesentlich für das "Wohlfühlklima" im Chor ist natürlich auch das Miteinander - die Gemeinschaft. Es herrscht im Chor eine herzliche Atmosphäre und während der Proben (aber natürlich auch sonst) haben wir oft viel zu Lachen (an Späßen fehlt es nie) - manchmal zum Leidwesen von Daniel.

Die Verbindungen im Gospelchor gehen denn auch über die Chortermine hinaus: Sei es, dass man sich irgendwo zum Kaffee trifft, zum Billardabend verabredet, gemeinsam ins Kino geht usw. Für mich ist die Gemeinschaft im Chor - und damit auch in der Gemeinde Arenshorst - sehr wichtig geworden.

Alles in Allem: Ohne Chor fehlt mir was.

(Günter Krüwel)